Warenkorb

Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Willkommen zurück!

Passwort vergessen?

Erhöhter Mikronährstoffbedarf bei Krebspatienten

Warum gibt es Menschen, die bis zu ihrem Lebensende von Krebserkrankungen verschont bleiben, während andere z.T. schon in jungen Jahren daran sterben? Warum gibt es einerseits nachweislich Menschen, die bösartige Erkrankungen überwinden, vollständig geheilt werden, während andere innerhalb kürzester Zeit einer Krebserkrankungen erliegen? Sind es die Gene, Umweltbelastungen, UV-Strahlen oder vielleicht doch der Lebensstil?

Bekannt ist mittlerweile, dass Lebensstil, erbliche Anlagen und Umweltfaktoren entscheidend an der Krebsentstehung beteiligt sind. Welche Faktoren zusammen kommen müssen, damit es zu unkontrollierter Zellteilung kommt, darüber herrscht noch keine Klarheit. Der Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und der Entstehung einer Krebserkrankung ist relativ abgesichert bei:

  • Überernährung und Übergewicht
  • einem Zuviel an bestimmten Lebensmitteln und Nährstoffen wie Fett, Eiweiß, Alkohol, Salz
  • Einem Zuwenig an bestimmten Nahrungsbestandteilen, z.B. Vitaminen, Mineralstoffen (Mikronährstoffe), Ballaststoffen
  • Aufnahme von natürlichen Schadstoffen, die beim Verderben entstehen wie Schimmelpilze, Braunfäule
  • Aufnahme von Schadstoffen, die während der Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln entstehen, z.B. Nitrosamine, Benzpyren
  • Aufnahme von Schadstoffen aus der Umwelt mit Lebensmitteln wie Düngemittelrückstände, Blei, Cadmium
  • Rauchen, Alkohol und andere Genussgifte

Man weiss, dass jeder Mensch zwar täglich bösartige Zellen bildet, ein entsprechend funktionierendes Immunsystem aber in der Lage ist, diese Zellen zu erkennen und zu vernichten, bevor diese sich ungehindert vermehren können. Auf diese Weise kann ein gesundes Immunsystem die Entstehung einer Krebserkrankung meist verhindern.
Um einwandfrei zu funktionieren, benötigt das Immunsystem allerdings diverse sogenannte Mikronähr- oder Vitalstoffe. Zum Zeitpunkt der Tumordiagnose weisen viele Betroffene bereits Mikronährstoffmangel auf, da im Kampf gegen die Krankheit die Speicher einzelner Nährstoffe teilweise aufgebraucht wurden. Der gezielte Einsatz von Mikronährstoffen zählt daher neben der Ernährungstherapie zu den wichtigsten unterstützend begleitenden Massnahmen der Krebstherapie. Die Stärkung des Immunsystems der Krebspatienten ist ein wesentlicher Anspruch der begleitenden (Komplementär-)Medizin. Ohne ein intaktes Immunsystem kann Krebs
nicht geheilt werden.
„Es ist die unbedingte Pflicht der Krebsärzte, die Abwehrkräfte ihrer Krebspatienten lebenslang zu erhalten.“
Prof. Dr. Dr. H. Wrba, Wien, 1998
Dabei ist die Wirkung der sog. „essentiellen“ (= lebensnotwendigen) Mikronährstoffe oder Vitalstoffe nicht nur auf das Immunsystem beschränkt. Viele dieser Substanzen, oft auch als „Antioxidantien“ zusammengefasst, sind in der Lage, die bei Stoffwechselvorgängen entstehenden krebsauslösenden Stoffe (z.B. Sauerstoffradikale) unwirksam zu machen und damit Krankheiten zu verhindern. Wer an einer Krebserkrankung leidet, profitiert von einer individuellen Vital/-oder Mikronährstoffsupplementierung. Dabei gilt es, unterschiedlichen Situationen gerecht zu werden:
1. Bei operativen Verfahren ist z.B. durch Darm- oder Magenresektionen die Aufnahme diverser Nährstoffe ganz wesentlich eingeschränkt, weshalb diese ersetzt werden sollten. Neben Vitamin B12, Calzium, Eisen und Zink zählen dazu insbesondere auch Vitaminoide (Coenzym Q10) Carotinoide und Omega-3-Fettsäuren.
2. Wird Chemotherapie oder Bestrahlung angwandt, erzeugt man bewusst aggressive radikale Substanzen, die zum Untergang der Krebszellen führen sollen, gleichzeitig aber auch gesundes Gewebe angreifen. Hier sind es vor allem die Antioxidantien (z.B. Vitamine A, C und E), je nach Therapie auch Folsäure, Vitamin B1 und L-Carnitin, die zugeführt werden müssen, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu verringern (Erbrechen, Haarausfall, etc.) und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, aber auch um Resistenzentwicklungen gegen die Chemotherapie, z.B. mit Selen entgegenzuwirken.
3. Wenn eine Heilung nicht möglich ist, geht es vor allem darum, die Lebensqualität des Patienten so gut es geht zu verbessern bzw. möglichst lange zu erhalten. Diesen Patienten sollte neben einer möglichst eiweiss- und kalorienreichen Nahrung folgende Vitalstoffe verabreicht werden:

Mikronährstoffe und Spurenelemente
  • Vitamin A, Vitamin E (α-, γ-Tocopherol), Carotinoide (z. B. Lycopen)
  • Vitamin C
  • Coenzym Q10 (v.a. Brustkrebs), L-Carnitin
  • L-Cystein, L-Glutathion
  • Selen, Zink
  • Omega-3-Fettsäuren
Nährstoffe mit geringer Speicher- bzw. Reservekapazität
  • Vitamin B1 (4-10 Tage)
  • Vitamin K (2-6 Wochen)
  • Vitamin-B-Komplex (v.a. B6, Folsäure, B12) (2-4 Monate)
  • Vitamin C und D
Mineralstoffe
  • Magnesium, Kalium

4. Nicht zuletzt wird von der Mikronährstoff-Medizin, d.h. von den Vitalstoffexperten ein Konzept für diejenigen Patienten erwartet und geboten, die eine Krebserkrankung nach Beurteilung der Schulmedizin überstanden haben, also klinisch wieder gesund sind und selbst etwas dazu beitragen wollen, um einer Neuerkrankung vorzubeugen.
Auch hier steht die Stabilisierung des Immunsystems im Vordergrund. Nur über sogenannte immunkompetente Zellen ist der Organismus nämlich in der Lage, ggf. wieder neu auftretende oder durch vorausgehende therapeutische Massnahmen nicht eliminierte bösartige Zellen zu erkennen und abzutöten. Als das Immunsystem stärkende Vitalstoffe (sog. Immunmodulatoren) gelten insbesondere:

Antioxidanzien/Immunmodulatoren:

Tagesdosis (oral)
Vitamin C (1-5g)
Vitamin E-Komplex (400-1000 mg)
Betacarotin-Komplex (40-60 mg)
Mangan (5-20 mg)
Zink (15-25 mg)
Selen (100-1000 mcg)

Die Ausgestaltung von Art, Umfang und Zeitdauer einer seriösen, wissenschaftlich begründeten Mikronährstofftherapie ist damit ein komplexes Unterfangen, welches erfordert, die besonderen individuellen Bedürfnisse des Patienten (Grösse, Geschlecht, Gewicht, Essgewohnheiten, Medikation, etc.) bei Gestaltung einer entsprechenden Rezeptur zu berücksichtigen.
Nur wenige spezialisierte Ärzte und Apotheker sind in der Lage, diesen Anforderungen zu genügen. Von Seiten der Präparate ist unzweifelhaft, dass Dosierung, Verabreichungsform und individuelle Zusammensetzung über Erfolg oder Misserfolg der Therapie entscheiden. Multivitamintabletten von der Stange sind in keinem Fall geeignet oder in der Lage, den besonderen Ansprüchen krebskranker Patienten zu
genügen.
Zusammenfassend wird nach den vorausgehenden Erläuterungen klar, dass Mikronährstoffe allein den Krebs zwar nicht heilen können, durchaus aber in der Lage sind durch Stabilisierung des Immunsystems, den ersten bzw. den erneuten Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, schulmedizinische Behandlungen zu unterstützen und die Lebensqualität des unheilbar Kranken zu verbessern.

Druckansicht